Sparen galt lange als eine Schweizer Vorzeigetugend. Doch was ist aus ihr geworden? Hat sie sich in den letzten Jahrzehnten nicht zusehends ins Gegenteil gekehrt? Wird der Bürger heute zu einem Leben auf Kredit verführt? Und macht dieses genuss- und freudvolle „Nichtsparverhalten“ vielleicht sogar Sinn? 

Die Ausstellung Schwein gehabt! ging zum der Phänomenologie der Sparkultur der letzten 100 Jahre nach, zeigte deren Bruchstellen herbeigeführt durch manipulierende Systeme der Politik oder Wirtschaft und auch das heutige Dilemma einer Gesellschaft ohne langfristige finanzielle Zuversicht.

Arbeiten zeitgenössischer Künstler, dokumentarische Alltagsobjekte, szenische Installationen wie auch mediale Beiträge inspirierten zur eigenen Interpretation und zur grossen Diskussion über ein faszinierendes Thema, das uns wohl alle beschäftigt.

Schwein gehabt!

Von der Sparbüchse zum Leben auf Kredit

16. November 2014 -
22. März 2015

Mit Werken von: Irene Anton, Beni Bischof, Anton Bruhin, Paul Camenisch, Jessica Craig-Martin, Ingo Giezendanner, Christian Jankowski, Max Matter, Dieter Meier, Ursula Palla, Anahita Razmi, Stiletto, Jean Tinguely, Adolf Wölfli.

Kuration: Pius Freiburghaus

Szenografie: Team FREI & KEPENEK

Fotos: ©Katharina Wernli

Ausstellungstrailer: